Die Geschichte des Jack Russell Terrier

Der Jack Russell Terrier ist eine von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) anerkannte Hunderasse, die ihren Ursprung in Großbritannien hat. Aufzeichnungen zufolge begründete John (Jack) Russell, der Pfarrer und passionierte Jäger war, diese Rasse, als er einen speziellen Schlag von Fox Terriern züchtete.

Das Zuchtziel: Eine Hunderasse für die Fuchsjagd

Russell war kein Pfarrer, wie man ihn sich heute vorstellen würde. Seine Leidenschaft galt zum Beispiel dem Jagen, was den unabhängigen Priester letztendlich dazu bewog, eine Hunderasse für die Fuchsjagd zu züchten. Während seines letzten Studienjahres an der Universität in Oxford kaufte er eine kleine, weiß-braune Hündin – „Trump“ – einem Milchmann ab. Trumpf stellte die Basis für das Zuchtprogramm von Russell dar.

Der Jack Russell Terrier sollte eine hohe Ausdauer für die Jagd, aber auch die Courage und den Körperbau haben, um Füchsen, die sich in ihre Erdlöcher verkriechen, nachhetzen zu können. Allerdings sollte der Jack Russell Terrier nicht zu aggressiv sein, damit dem Fuchs kein zu großer körperlicher Schaden zugefügt wird, denn dann hätte die Jagd als beendet erklärt werden müssen.

Während der Zucht nahm der Pfarrer die unterschiedlichsten Einkreuzungen mit anderen einfarbigen oder bunt gefleckten Terriern vor. Dabei war das Aussehen der Hunde für Russell eher zweitrangig. Weitaus wichtiger war ihm die Arbeitstauglichkeit des Hundes auf der Jagd.

Russell schaffte zwei Zuchtlinien

Während seiner Bestrebungen, einen Jagdhund zu züchten, entwickelte der Pfarrer gleich zwei Zuchtlinien: den hochbeinigen Parson Jack Russell Terrier und den niedrigbeinigen, eher rechteckig gebauten Jack Russell Terrier.

Die Australier fanden Gefallen an dem kleineren Jack Russell und entschieden sich für die systematische Zucht dieser Hunderasse. Demnach ist der heutige Jack Russell Terrier nicht nur das Ergebnis der Bemühungen von Jack Russell, sondern hat seinen Ursprung neben England auch in Australien.

Obwohl es kaum genaue Aufzeichnungen gibt, scheint der „jagdbesessene Pfarrer“, wie er von seiner Gemeinde genannt wurde, seinen beiden Leidenschaften – der Zucht von Jagd-Terriern und der Fuchsjagd – bis ins hohe Alter nachgegangen zu sein.

Der Jack Russell Terrier wurde erst spät offiziell anerkannt

1972 wurde der Jack Russell Terrier of Australia gegründet. Dieser bemühte sich darum, dass der niederläufige Jack Russell Terrier als eigenständige Rasse anerkannt wird und schaffte dies 1991 letztendlich auch. In diesem Jahr wurde die Rasse vom Australian National Kennel Council offiziell anerkannt. Die FCI rang sich erst im Jahr 2000 dazu durch, den Jack Russell Terrier als Hunderasse anzuerkennen.